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Auswertung und Fazit

Nach der bisherigen Durchführung des Projektes müssen wir feststellen, dass wir uns wirklich sehr viel vorgenommen haben und das Projekt noch lange nicht abgeschlossen ist. Eine der größten Herausforderungen war für uns die notwendige Manpower über den gesamten Zeitraum zur Verfügung zu haben. Hierbei machte sich unsere vergleichsweise kleine Klassengröße mit 7 Schülern teilweise negativ bemerkbar, da durch Erkrankungen teilweise nur wenig Teilnehmer für die Arbeiten zur Verfügung standen.

Auch hatten wir die Zeit, die wir für manche Versuche wie die Bestimmung der Wirkungsgrade von den eingesetzten Komponenten bedeutend geringer eingeschätzt. Im Rahmen des weiteren Unterrichtes werden wir nach und nach noch die weiteren Messungen mit unserem Material durchführen um die zum Teil großen Abweichungen bei den Wirkungsgraden zu erklären.

Ebenfalls haben wir die Ferien neben der Erstellung der Poster und der allgemeinen Erholung noch für weitere Recherche zum Thema genutzt. Die Idee hinter dieser Recherche war die Frage wie das Projekt von zukünftigen Projektgruppen oder auch von uns selbst fortgeführt werden kann. Ein wichtiger Aspekt war hierbei die Frage ob es sich aktuell bereits lohnen würde die PV-Anlage der INI mit einer Brennstoffzelle zu verbinden. Gehen wir davon aus, dass der gesamte Strom ins Netz eingespeist wird, so ist die aktuelle Vergütung für diesen Strom (aufgrund des Alters der Anlage) höher als die Einsparungen die beim Eigenverbrauch erreicht werden.

An dieser Stelle ist zunächst die Politik gefragt um für Besitzer einer PV-Anlage den notwendigen Anreiz zu schaffen in neue Speichertechnologien zu investieren. Dies geschieht aktuell bereits durch die Verringerung der Einspeisevergütung für Neuanlagen.

Zwei Aspekte die wir gerne noch näher untersuchen würden sind die Speichertechnologien für Wasserstoff (dies ist im schulischen Rahmen leider bisher nur sehr eingeschränkt möglich) oder auch die weitere Nutzung der Abwärme unserer Brennstoffzelle. In Kombination der Einsparung von Heizkosten zusätzlich zu den Einsparungen durch den Eigenverbrauch der elektrischen Energie könnte die Wirtschaftlichkeitsrechnung ein ganz anderes Bild zeigen.

Leider war es uns bisher nicht möglich konkrete Preise für eine Anlage mit Elektrolyseur, Wasserstoffspeicher und Brennstoffzelle zu ermitteln. Dies hängt vor allem mit dem Stand der Forschung zusammen.  Die meisten Händler besitzen bisher „nur“ Modellsysteme welche noch nicht für den allgemeinen Markt bestimmt sind.

Auch beim Blick ins Netz zeigt sich, dass aktuell hauptsächlich Forschungsprojekte von verschiedenen Stadtwerken und den großen Energieversorgern wie RWE mit der Brennstoffzelle vorhanden sind. Im mobilen Bereich ist man an dieser Stelle schon weiter.

Bei dem Einsatz im häuslichen bzw. im Energiebereich ist ein sehr großes Thema die Frage wofür die Überschüsse aus den erneuerbaren Energien eingesetzt werden sollen. So gibt es zwischenzeitlich drei Szenarien die in Frage kommen:

  • Power-to-Power

Unter diesem Begriff werden die Batteriespeichersysteme zusammengefasst.

  • Power-to-Gas

Hierbei wird Strom aus erneuerbaren Energien in Wasserstoff umgewandelt und in verschiedenen Bereichen eingesetzt. Unter anderem testet die RWE die Einspeisung des Wasserstoffs in das Erdgasnetz. Bei Bedarf wird mit Hilfe eines BHKW ein Teil des eingesetzten Stroms zurückgewonnen.

  • Power-to-Heat

Mit Hilfe des elektrischen Stroms wird über Wärmepumpenheizungen oder gewöhnliche Elektroheizungen Wärmeenergie gewonnen.

In unserem Fall würde es sich somit um den Bereich „Power-to-Gas“ handeln, wobei wie bereits geschrieben auch hier ein gewisser Anteil an Wärmeenergie zur weiteren Nutzung erzeugt wird.

Um die weitere Nutzung von Batteriespeichersystemen zu beurteilen werden wir spätestens im neuen Schuljahr eine Besichtigung der bei der Firma HOPPECKE Batterien GmbH & Co. KG durchführen. Die ersten Kontakte zur Firma wurden bereits geknüpft und wir können uns dort insbesondere mit der Entsorgungsfrage für die momentan eingesetzten Batteriespeichersysteme beschäftigen.

 

Zum Schluss müssen sind wir uns einige, dass wir jederzeit wieder ein solches Projekt starten würden. Allerdings würden wir den zeitlichen Aspekt diesmal wahrscheinlich bedeutend realistischer Beurteilen können. Da die Projektarbeit heute in vielen Firmen ganz normal ist haben wir an dieser Stelle bereits viele wichtige Erfahrungen für unser späteres Berufsleben sammeln können. Einiges gelernt haben wir zudem im Bereich der Recherche und natürlich der Angabe von Quellen. Wir sind gespannt wie es mit unserem Projekt in Zukunft weitergeht!

 

 

Quelle:

www.uniper-energy-storage.com

http://www.powertogas.info/power-to-gas/pilotprojekte-im-ueberblick/rwe-demonstrationsanlage-ibbenbueren/

 

Material zum Wettbewerb                                                                                      Bilder-Galerie

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